1. Quartal
Berichtszeitraum (01. Januar 2025 bis 31. März 2025)
Gleichstellungsarbeit
Die TU Clausthal wurde erfolgreich in das Professorinnenprogramm 2030 aufgenommen. Damit haben Bund und Länder das Gleichstellungskonzept für Parität unserer Universität gewürdigt. Das Professorinnenprogramm verfolgt das Ziel, den Anteil von Professorinnen an deutschen Hochschulen zu erhöhen und unterstützt zugleich strukturelle Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung.
Im Rahmen der Antragstellung hat die TU Clausthal zunächst ein Gleichstellungskonzept eingereicht, das jetzt positiv begutachtet wurde. Der nächste und entscheidende Schritt für die tatsächliche Mittelbewilligung besteht darin, eine Professorin neu zu berufen. Eine Förderung kann ausschließlich für die Erstberufung einer Frau auf eine lebenslange W2- oder W3-Professur beantragt werden. Pro Hochschule können bis zu drei solcher Erstberufungen gefördert werden.
Um die zugesagten Mittel zu sichern und die Gleichstellungsarbeit an der TU Clausthal weiter voranzubringen, ist es essenziell, bis spätestens zum 30.09.2026 eine herausragend qualifizierte Wissenschaftlerin für eine Professur zu gewinnen. Die TU Clausthal sollte diese Gelegenheit konsequent nutzen.
Die Pressemitteilung dazu befindet sich unter dem Link: https://www.tu-clausthal.de/universitaet/einrichtungen/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/artikel/tu-clausthal-im-professorinnenprogramm-2030-aufgenommen
Am 25. November 2024, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (Orange Day), wurde an der TU Clausthal ein klares Zeichen gesetzt:
Mit dem Plakat „No Sexism.“ wurde verdeutlicht, dass Sexismus und sexualisierte Gewalt an unserer Universität keinen Platz haben. Die Aktion fand große Resonanz, und zahlreiche Institute und Einrichtungen haben sich daran beteiligt.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Initiative unterstützt haben!
Es wäre wichtig, dass diese Botschaft nicht nur auf Plakaten präsent ist, sondern sich auch nachhaltig in unserem täglichen Miteinander widerspiegelt.
Das Mentoring-Programm WiMINToring für Nachwuchswissenschaftlerinnen ist im Januar 2025 erfolgreich gestartet. Im Rahmen des Programms fanden bereits mehrere Veranstaltungen statt, darunter der Workshop „Empowering Female Career“ sowie ein gemeinsamer Besuch der Karrieremesse FEMWORX im Rahmen der Hannover Messe.
Darüber hinaus haben alle Mentees ein oder mehrere persönliche Gespräche mit ihren jeweiligen Mentorinnen geführt, in denen sie wertvolle Einblicke und individuelle Unterstützung für ihre berufliche Entwicklung erhalten haben.
Das Programm läuft noch bis Ende November dieses Jahres und wird durch weitere Veranstaltungen und den kontinuierlichen Austausch zwischen Mentorinnen und Mentees begleitet.
Der erste Netzwerkabend des Frauennetzwerks „Women & Science der TU Clausthal“ in diesem Jahr fand am 14. März 2025 statt. Diese Veranstaltung bietet eine wertvolle Plattform für den fachlichen und persönlichen Austausch unter Frauen in der Wissenschaft. Als zentrale Referentin konnte Prof.in Dr.-Ing. Ulrike Täck, Professorin für Werkstoffkunde an der Technischen Hochschule Lübeck und seit 2022 Landtagsabgeordnete in Schleswig-Holstein, gewonnen werden. Sie gab spannende und inspirierende Einblicke in ihren beruflichen Werdegang.
Am 10. März 2025 feierte unser Netzwerk zudem seinen 4. Geburtstag. Seit seiner Gründung vor vier Jahren bringt „Women & Science der TU Clausthal“ kontinuierlich Frauen in der Wissenschaft zusammen, ihre Karrieren gestärkt und sich aktiv für Chancengleichheit und mehr Sichtbarkeit von Frauen in akademischen und wissenschaftlichen Bereichen eingesetzt. Die regelmäßigen Netzwerkabende und weitere Veranstaltungen bieten dabei nicht nur Raum für fachliche Diskussionen, sondern auch für den Austausch über Herausforderungen und Möglichkeiten, die Frauen in der Wissenschaft begegnen.
Am 27. Februar 2025 fand an der TU Clausthal die Abschlussveranstaltung des MINT-Berufsorientierungsprogramms Niedersachsen Technikums 2024/25 statt. Im Rahmen des Programms hatten die Technikantinnen über einen Zeitraum von einem halben Jahr wöchentlich vier Tage in einem Partnerunternehmen und einen Tag an der TU Clausthal verbracht. Die Projektvorstellungen der Technikantinnen im Verlauf der Veranstaltung verdeutlichten die erworbenen Kenntnisse und gaben tiefe Einblicke, die sie in der praktischen und theoretischen MINT-Welt gewonnen hatten. Dr.-Ing. Jana Zimmermann, eine ehemalige Technikantin, hielt einen digitalen Vortragsbeitrag mit dem Titel „Mein Weg in MINT – Mut, Neugier und Vertrauen, neue Wege zu gehen“, in dem sie den Technikantinnen wertvolle Hinweise für ihre berufliche Zukunft mit auf den Weg gab.
Für den nächsten Durchgang des Niedersachsen-Technikums (September 2025 bis Februar 2026) sind die Anmeldungen ab sofort geöffnet. Interessentinnen können sich noch für die Teilnahme anmelden.
Vom 5. bis 7. März 2025 trafen sich Gleichstellungsakteur:innen der niedersächsischen Hochschulen im Rahmen der Jahrestagung, Vollversammlung und Zukunftswerkstatt der lakog Niedersachsen in Lüneburg, um zentrale Themen der Gleichstellungspolitik, Geschlechtergerechtigkeit und gesellschaftlichen Herausforderungen im Hochschulkontext zu diskutieren.
Jahrestagung (5. März 2025) Unter dem Titel „Zum Wandel der Arbeitswelt Hochschule“ wurden die Spannungsfelder zwischen Wissenschaft und Verwaltung in den Mittelpunkt gestellt. Dr. Ulf Banscherus (TU Berlin) und Dr. Jule Westerheide (RUB) gaben mit ihren Forschungsarbeiten wertvolle Impulse zur Professionalisierung der Verwaltung und zur Veränderung von Arbeitskulturen. In den Grußworten betonten Prof. Dr. Joachim Schachtner (MWK) und Prof. Dr. Sascha Spoun (Leuphana Universität Lüneburg) die Bedeutung geschlechtergerechter Hochschulstrukturen.
Vollversammlung (6. März 2025) Die interne Sitzung der lakog Niedersachsen bot Raum für den Austausch und strategische Planungen zur zukünftigen Ausrichtung der Arbeit der Organisation.
Zukunftswerkstatt (6 + 7. März 2025) Unter dem Titel „Agieren in antidemokratischen und antifeministischen Zeiten“ wurden aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen diskutiert. Die Teilnehmer:innen entwickelten gemeinsam Strategien für eine geschlechtergerechte Hochschullandschaft.
Das MWK hat das Video „Unbewusste Vorurteile – Unconscious Bias“ veröffentlicht. Es ist unter dem folgenden Link abrufbar:
Der Film wurde im Auftrag der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen vom Hochschulbüro für Chancenvielfalt der Leibniz Universität Hannover erstellt und vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) finanziert. Er stellt ein zentrales Ergebnis der 3. Projektphase der Dialoginitiative „Geschlechtergerechte Hochschulkultur“ dar, einer bundesweit einzigartigen Gesprächsrunde der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen, der Landeshochschulkonferenz und des MWK zur strategischen Weiterentwicklung der Geschlechtergleichstellung in der Wissenschaft. Die dritte Runde der Dialoginitiative Niedersachsen trug den Titel "Vom Wissen zum Handeln". Diese Runde fokussierte sich darauf, die bisherigen Erkenntnisse und Handlungsempfehlungen aus den vorherigen Runden in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Ziel war es, die erarbeiteten Maßnahmen und Standards in der Praxis umzusetzen und so die Gleichstellung an den niedersächsischen Hochschulen weiter voranzutreiben.
Diversity-Management
Am 12. Februar 2025 fand das Jahrestreffen des Diversity Audits statt – ein wertvoller Austausch über die Herausforderungen, Strategien und Erfolge in der Diversitätsarbeit an Hochschulen. Die TU Clausthal engagiert sich aktiv für Chancengleichheit und verfolgt dieses Ziel durch ein konsequentes Diversity-Management. Seit 2023 ist die Universität im Diversity-Audit „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes zertifiziert.
Im Jahr 2026 steht die Reakkreditierung an. Im Zuge dessen planen wir die Entwicklung eines umfassenden Schutz- und Handlungskonzeptes gegen Diskriminierung und sexuelle Belästigung. Dieses Konzept wird sowohl präventive Maßnahmen als auch konkrete Handlungsstrategien für den Umgang mit Vorfällen umfassen. Die Erstellung des Konzeptes soll in einem partizipativen Prozess erfolgen, bei dem alle relevanten Akteur:innen einbezogen werden. Diese zentrale Maßnahme wurde auch in der Zielvereinbarung 2025 - 2026 verankert.
Familienservice
Am 18. Januar 2025 organisierte der Familienservice einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind. Unter der Leitung von Theresa Förster, einer Fachkraft für Frühe Hilfen und Familiengesundheits- und Krankenpflegerin, wurden typische Gefahren und Notfälle mit Fokus auf Säuglings- und Kindesalter behandelt und Erste-Hilfe Maßnahmen am (Klein-)Kind vermittelt. Der Kurs richtete sich an TU-Mitarbeitende, Studierende sowie deren Partner:innen. Aufgrund der langen Warteliste für den Kurs im November wurde dieser zusätzliche Termin angeboten, um dem großen Bedarf gerecht zu werden.
Auch in diesem Jahr bietet der Familienservice der TU Clausthal gemeinsam mit der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld wieder spannende Ferienbetreuungsangebote an. Wie gewohnt finden diese in den niedersächsischen Schulferien statt: eine Woche in den Osterferien (Kinder-Oster-Uni vom 7. bis 11. April 2025) und zwei Wochen in den Sommerferien (Kinder-Sommer-Uni, vom 7. bis 11. Juli 2025 sowie vom 4. bis 8. August 2025). Das Angebot richtet sich an Kinder im Grundschulalter und findet an sechs Stunden täglich im Jugendraum unserer Stadt statt. Das Programm bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Workshops, Sport, Spielen und Basteln und ist sehr beliebt.
Neben den Ferienbetreuungsprogrammen organisiert das Gleichstellungsbüro auch weitere bewährte Programme für Vorschulkinder und Schülerinnen. Dazu gehören Vorschulangeboten, Schnupperstudien und dem Niedersachsen-Technikum. Diese Angebote bieten nicht nur die Möglichkeit, die TU frühzeitig sichtbar zu machen und Begeisterung für technische sowie naturwissenschaftliche Themen zu wecken, sondern tragen auch dazu bei, junge Talente für ein Studium an unserer Universität zu gewinnen. Die Mitwirkung aller Beteiligten ist entscheidend, um ein vielfältiges und spannendes Programm zu gestalten, das das breite Fachspektrum unserer Universität widerspiegelt. Melden Sie sich gerne bei uns, wenn Sie diese Programme mit Ihren Angeboten unterstützen möchten.